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Dienstag, 13.04.2010

 

Gleich nach dem Aufstehen werfe ich einen Blick aus dem Fenster. Die Sonne scheint, Gott sei Dank.

 

Ein komisches Gefühl habe ich trotzdem, es ist so seltsam leer hier. Nur wenige Autos stehen auf dem Hotelparkplatz. Vor zwei Jahren war das Hotel zur gleichen Zeit proppenvoll.

 

Nach einem sehr kurzen Frühstück bestehend aus Kaffee und einem faden Muffin, gekrönt mit einem Orange Juice von Bayer mache ich mich auf den Weg. Ich erinnere mich an den Wunsch von Lal@, er möchte ein Foto des Hard Rock Cafe in Orlando.

 

Die grobe Richtung ist es eh, also suche ich mir die Adresse aus dem Internet und fahre nach Orlando. Nur komischerweise finde ich das HRC nicht. Es gibt zwar ein Hard Rock Hotel, ein Cafe finde ich nicht. Das Hotel liegt auf einem Disney Gelände, Übertragungswagen verschiedener Sender parken vor dem Hotel, der Zutritt wird mir verwehrt. Also gibt es kein Foto, sorry.

 

Ich verlasse den Raum Orlando und fahre weiter Richtung Osten. Mein erstes Ziel heute ist das Merrit Island National Wildlife Refuge. Das Wildlife Refuge liegt etwas östlich von Titusville und nördlich von Cape Canaveral. Das Visitor Center spare ich mir diesmal, ich kenne es schon. Ohne anzuhalten fahre ich direkt zum Blackpoint Wildlife Drive.

 

Dieser Wildlife Drive ist eine 7 Meilen lange, größtenteils ungeteerte Einbahnstraße, die durch die Marschlandschaft dieses Schutzgebietes führt. Abhängig von der Jahreszeit kann man hier die unterschiedlichsten Tiere beobachten. Mitte April ist es schon fast zu spät für viele Sichtungen, da die meisten Zugvögel schon wieder weg sind.

 

Viele Tiere sind nicht zu sehen, das hatte ich schon befürchtet. Es ist windig und zunehmend wolkig. Vereinzelte Tropfen fallen vom Himmel.

 

Allerdings habe ich das Glück 2 Schlangen zu entdecken. Mangrove Race. Eine schwimmt ganz gemütlich in einem Tümpel, die andere liegt fast unsichtbar zwischen Steinen versteckt im Wasser.

 

 

Pelikane beim Formationsfischen

Pelikane beim Formationsfischen

Auch dieses mal wundere ich mich über viele Touristen. Die brettern in ihren klimatisierten Autos den Wildlife Drive entlang, ohne zu halten und auszusteigen. Wie wollen die da etwas sehen?

 

Anschließend geht es weiter auf die SR 3 zum Haulover Canal. Hier gibt es ein Manatee Viewing Dock. Die Manatees sind auch heute da, aber schlecht zu sehen. Es ist sehr wellig, das Wasser sehr trüb. Der Haulover Canal verbindet den Indian River, der Teil des Intracoastal Waterways ist, mit der Mosquito Lagoon. (Netter Name)

Manatee Viewing Dock Parkplatz

 

Ich fahre weiter Richtung Norden, an den Radarschüsseln des Space Centers vorbei nach Daytona. Hier halte ich kurz zum Einkaufen, ein schönes Steak wandert in die Kühlbox, und nach einem riesengroßen Kaffee und ein paar Donuts fahre ich weiter Richtung Ocala National Forest und Alexander Springs.

 

Ich habe kein Problem, einen Platz auf dem Campground zu finden, nur beim Zeltaufbau kommt prompt ein Regenschauer, der hätte auch noch 10 Minuten warten können. Wenigstens ist es warm und ich muss nicht frieren, obwohl ich patschnass bin.

 

Beim anheizen des Grills hat sich der Regen schon verzogen, so kann ich im Anschluss gemütlich Essen. Darauf hatte ich mich schon die ganze Zeit gefreut. Nachdem es auch am Abend immer noch schön warm ist, bleibe ich relativ lange auf. Jetzt hat der Urlaub so richtig begonnen. In der Natur am Lagerfeuer zu sitzen, die Geräusche der Wildnis zu hören, das ist so unbeschreiblich schön.

 

Ich hoffe nur, dass Morgen die Sonne scheint. Ich möchte meine erste Kanu tour in diesem Urlaub machen.

 

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