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Sonntag, 18.04.2010

 

Überaschenderweise konnte ich hervorragend Schlafen. Der anhaltend gleiche Geräuschpegel der Autobahn hat überhaupt nicht gestört. So bin ich nach dem Aufstehen gut ausgeschlafen.

 

Beim Frühstück gehe ich noch einmal ins Internet, ein kurzer Besuch im Forum, nur die Wettervorhersage hätte ich nicht ansehen sollen, sie sagt schlechteres Wetter voraus. Na toll.

 

Ich fahre trotzdem Richtung Blackwater River SP. Die Sonne scheint und so beschließe ich, eine Kanu tour zu machen. Auf der Zufahrt zum State Park befindet sich ein Anbieter. Dort buche ich den langen Turn über 11 Meilen. Incl. des Shuttle Transportes kostet das 30$.

 

Hinweisschild Kanu Trail

 

Ich fahre in den Park und parke den Wagen an der Brücke über den Blackwater River. Dort ist der vereinbarte Abholpunkt. Meine Ausrüstung wandert in die wasserdichten Taschen und ich warte bis der Shuttle kommt. Mit vier anderen Personen geht die Fahrt auf der offenen Ladefläche eines Pickups zum Absetzpunkt.

 

Die Guides laden die Kanus ab und bringen sie zum Wasser. Die beiden Pärchen springen in ihre Kanus und verschwinden fast augenblicklich. Ich gebe ihnen einen Vorsprung, schließlich will ich die Natur ohne gequatsche erleben.

 

Nachdem endlich Ruhe ist, geht es los.

 

 

Leider treffe ich immer wieder auf eines der Pärchen. Irgendwie scheint es bei denen mit der Koordination beim paddeln nicht zu klappen. Anfangs wird leise, später immer lauter gestritten.

 

Es ist ein schöner leichter Kanutrail, auch für Anfänger geeignet. Leider sehe ich wenig Wildlife, Alligatoren überhaupt nicht. Vielleicht liegt es an dem vielen Krach durch andere Paddler. Alis scheint es hier schon länger nicht mehr zu geben, sonst würden hier keine Tubes (aufblasbare Reifen) vermietet.

 

Auch sieht man am Ufer immer wieder Camper. Wildcampen ist eigentlich verboten, es scheint aber niemanden zu interessieren. Jetzt finde ich auch eine Erklärung für die vielen am Straßenrand abgestellten Autos, die ich auf der Herfahrt bemerkt hatte.

 

Neben dem Fluß gibt es auch so etwas wie einen Aufwald. Die Fotos können den wahren Eindruck nicht wiedergeben. Ich bin nur noch begeistert.

 

 

Kurz vor Ende des Trails überholen mich ein paar Russen mit ihren Kanus. Diese hatten eine zweitägige Tour gebucht und unterwegs übernachtet. Sie waren ausnahmslos besoffen und laut. Auch sind immer mehr Leute im Wasser zu sehen, teils auch auf Tubes. Nach der Rückgabe des Kanus am ausgemachten Treffpunkt fahre ich die paar Meter zum Campground, der jetzt halb leer ist.

 

Ich baue mein Zelt auf, und schwitze dabei kräftig. Obwohl es schon später Nachmittag ist, herrschen angenehme Temperaturen. Es hat 34°.

 

Ich werfe den Grill an. Ein schönes Steak wandert in meinen ausgezehrten Körper. Der Abend bleibt schön warm, außer ein paar Wolken ist nichts zu sehen, ----so viel zur Wettervorhersage.

 

 

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