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Donnerstag, 22.04.2010

 

Geschlafen habe ich wie im Rest des Urlaubs hervorragend, doch irgendwas ist heute morgen anders. Irgendwas hat mich geweckt.

 

Entfernt höre ich ein Röhren. Ich denke mir nichts, und drehe mich um. Aber immer wieder höre ich dieses komische Geräusch!?! Wie ein Blitz trifft mich die Erkenntnis, was für ein Röhren das ist: Balzende Alligatoren! Ich springe aus dem Zelt, ziehe nur das nötigste an und fahre zum Damm. Verdammt, ist das neblig!

 

 

Anfangs kann ich fast gar nichts erkennen, nur das Geräusch ist immer wieder zu hören.

 

Verflixt! Langsam werde ich wach und verfluche erst einmal mich selbst. Sowohl das Stativ als auch die Videocam liegen im Auto.

 

Endlich lichtet sich der Nebel etwas und man sieht etwas mehr. Ein Traum wird wahr.

 

Leider sind die meisten Alligatoren zu weit entfernt, als dass ich sie vernünftig fotografieren könnte. Mit dem 500er Ofenrohr und dem angesetzten 2fach Telekonverter sind aus der freien Hand keine guten Aufnahmen möglich.

 

Aber dann habe ich Glück und sehe ein paar Alis die ihre bubbles machen.

 

 

Ein solches Schauspiel habe ich noch nicht erlebt. Es ist einfach unbeschreiblich! Irgendwie bekomme ich nicht genug davon. Pünktlich mit der weiter aufgehenden Sonne wird es ruhig, die Alis haben keine Lust mehr. Ich fahre zurück zum Campground und baue mein Zelt ab. Es gibt nur ein kurzes Frühstück, nach mehr ist mir nicht. Ich bin immer noch hin und weg.

 

Inzwischen strahlt die Sonne und in aller Ruhe fahre ich noch einmal durch den Park.

 

 

Nachdem am Canopy walk Parkplatz nichts los ist, biege ich ab und laufe die paar Meter zum Aussichtsturm. Außer mir sind nur zwei andere Touristen hier, also ist es schön ruhig.

 

 

Für diese Jahreszeit sind unglaublich viele Vögel zu sehen, das kenne ich so nicht. Zumal ich bei meinem letzten Besuch das Pech hatte, dass alles unter einer Rauchwolke lag.

 

 

Auch ein schöner Rücken kann entzücken

 

 

Nach ausführlichem Sightseeing verlasse ich langsam den Myakka River SP.

 

Inzwischen ist es schon mittags, ich kehre zur Küste zurück und rolle gemächlich Richtung Süden. Es ist tolles Wetter, ich verspreche mir also viel von einem Besuch in Venice.

 

Hier habe ich in der Vergangenheit schon Delfine, Haie, Manatees und unzählige Wasservögel gesehen.

 

Diesmal ist der Besuch eine Enttäuschung. In der Ferne ein paar Delfine, vereinzelte Vögel, das war es. Komisch!

 

Die Erklärung könnte sein, dass dieses Frühjahr unnatürlich kalt war. Dadurch gibt es weniger Fisch, und dadurch natürlich weniger Seevögel und auch Delfine.

 

Diese Vermutung bestätigt sich ein paar Tage später. Ich mache noch einen Abstecher nach Ft. Meyers Beach.

 

 

Hier ist es auch nicht so voll wie immer. Auf der Insel gibt es einen Campingplatz, der normalerweise immer proppenvoll ist. Heute sind 1/3 der Plätze nicht belegt! Ich möchte hier aber eh nicht übernachten und fahre weiter zu meinem heutigen Ziel, der Koreshan State Historic Site.

 

In den Grünstreifen neben den Straßen steht das Wasser, hier hat es augenscheinlich auch sehr viel geregnet.

 

Nach dem Aufbau des Zeltes fahre ich noch kurz zum Einkaufen, nur um feststellen zu müssen, dass meine Lieblingssupermarktkette nicht mehr existiert. Bad Luck. Also kaufe ich mein Steak woanders, fahre zum CG zurück und mache mein BBQ.

 

Während des Grillens huscht ein Gürteltier über den Platz, schade dass ich den Fotoapparat so schnell nicht Einsatzklar bekomme.

Der Abend ist schön, und so wird es recht spät.

 

 

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