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Donnerstag, 07.10.2010

 

Beim Aufstehen am Morgen ist es schön sonnig und warm. Nach dem Frühstück mache ich mich auf den Weg ins Hinterland, heute ist wieder etwas Bewegung angesagt. Von Marina di Gairo fahre ich über Bari Sardo und Loceri erst nach Lanusei.

Schon hier fällt mir auf, dass die Landschaft ganz anders ist, als ich es die letzten Wochen gewohnt war. So viele hohe Berge. Ein paar Kilometer nach Lanusei biege ich nach links auf die 198 nach Gairo ab. Diese Straßen kosten Zeit. Es geht ständig bergauf und bergab, und das ganze mit vielen Kurven und Kehren.

 

Nach Ussassai dauert es noch ein bisschen, aber irgendwann kommt die Abzweigung zum Foresta Demaniale Montarbu. Bis hier bin ich schon über 2 Stunden unterwegs, viel länger als geplant. Die Straße wird immer enger und nach etwa 5 KM kommt das ersehnte Hinweisschild auf den Foresta Montarbu.

 

Noch ein bisserl weiter endet die Teerstraße, die letzten 8km sind nur ein Feldweg. Probleme bereitet die Strecke nicht, sie ist in einem guten Zustand. Am Forsthaus parke ich meinen Bus und besorge mir Infomaterial. Ich bekomme eine Karte und marschiere nachdem ich meinen Rucksack gepackt habe los. Der Wanderweg ist gut ausgeschildert. Anfangs führt er durch den Wald, auf der einen Seite ein Steilhang auf der anderen Seite ein Bach.

 

Straße Feldweg Trail Trail

 

Leider gibt es auch viele Mücken. Es sind zwar keine dieser Biester die stechen, aber sie nerven. Etwas später wird es steiler und damit auch anstrengender. Die Vegetation wird lichter, das letzte Stück führt über einen nur noch mit Buschwerk bewachsenen Hang. Am Gipfel angekommen genieße ich die gute Rundumsicht.

 

Meine Hoffnung, Adler zu sehen erfüllt sich leider nicht. Eigentlich wollte ich hier oben meine Mittagspause machen, der kühle Wind sorgt aber dafür, dass ich meinen Plan umwerfe.

 

Auf dem Gipfel GPS Blick über die Gipfel Blick ins Tal

 

Auf der anderen Seite des Berges mache ich mich an den Abstieg. Die Aussicht ist immer noch toll. Allerdings muss man aufpassen wo man hin tritt. Der Regen hat tiefe Rinnen in den Weg gewaschen, es liegt viel loses großes Geröll herum. Mehrfach rutsche ich aus, stürze aber nicht.

 

Kurze Zeit später beginnt wieder das mir verhasste Ratespiel. Die 10 Punkte Frage geht so: Wo ist der richtige Weg? Ich weiß es nicht, der Wanderführer ist mal wieder ungenau, eine Beschilderung gibt es nicht. Dem Gefühl nach folge ich einem Forstweg. Etwas später erweist sich; Es ist die richtige Richtung, zwar nicht der beschriebene Weg im Wanderführer, aber egal.

 

An einem Wildgehege vorbei geht es zurück zum Forsthaus. Welche Tiere in dem Gehege leben sehe ich leider nicht. Ich kann zwar mehrfach Bewegungen im Wald wahrnehmen, erkenne aber nichts. Mein Fazit: Eine Wanderung, die sich lohnt. Zurück am Womo beeile ich mich heute mehr als sonst. Es ist später Nachmittag und ich habe noch eine weite Rückfahrt über Ulassai und Jerzu weiter bis zum Lido Orri vor mir.

 

In Jerzu bin ich froh, dass mein Bus so klein und kompakt ist. Die Hauptstraße ist zu dieser Uhrzeit eine Einbahnstraße, dummerweise nicht in meine Richtung. Es gibt eine Ausweichstrecke, die allerdings nur für PKW zugelassen ist. Alle anderen müssen warten.

 

 

Zurück auf der 125 fahre ich nach Norden, verpasse aber leider die Ausfahrt zur Marina die Cea. Ich merke den Fauxpas aber erst, als ich das Hinweisschild auf den Lido Orri sehe. Am Campingplatz ist niemand zu sehen, also zumindest kein Angestellter.

 

Ein anderer Camper gibt mir den Rat, mein Womo einfach aufzustellen. Der Eigentümer würde ab und zu mit dem Mofa vorbeikommen und die neuen Camper dann aufnehmen. Genau so ist es dann auch. Ois easy!

 

Jeder Camper hat seine eigene Toilette, die er absperren kann. Ein toller Service. Nur die Duschen sind für alle gemeinsam. Der Strand kann sich auch sehen lassen.

 

Strand Strand Strand

 

Nach einem kleinen Abendessen sitze ich wie üblich vor dem Womo und lese.

 

Freitag, 08.10.2010

 

Heute gönne ich mir wieder einen Ruhetag. Ausgiebiges Baden, mit dem Radl in die nächsten Buchten fahren, mehr passiert nicht.

 

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