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Klippen

Dienstag, 21.09.2010

 

Heute verzichte ich auf ein Frühstück. Ich mache mir nur einen Kaffee, dann verlasse ich den Campingplatz Torre del Porticciolo. Bis auf das komische und gewiß nicht einladende Kassensystem war der CG in Ordnung.

 

Der Grund, warum ich so früh starte ist ganz einfach. Ich will zur Grotta di Nettuno. Und ich möchte dort sein, bevor der Besucheransturm beginnt. Was mir aber schon jetzt Sorgen macht, ist das Wetter. Es ist ziemlich bewölkt, das gefällt mir gar nicht.

 

Bad Luck. Wegen Bauarbeiten ist der Zugang über die Treppe gesperrt. Ein Besuch wäre nur möglich, wenn man mit dem Boot hinfährt. Eine Bucht vorher ist der Bootsanleger, aber was soll ich sagen; Inzwischen parken hier 3 Reisebusse. Nein Danke, dann gibt es halt keinen Besuch.

 

Über Fertilia und Alghero, hier halte ich nur kurz zum Einkaufen, fahre ich Richtung Bosa. Auf einen Sightseeing Bummel durch Alghero habe ich irgendwie keine Lust.

 

Nach Alghero wird die Küste sehr schön. Mich erinnert die Küste teilweise an den HWY 1 in Kalifornien.

 

Küste

 

In einem Reiseführer habe ich gelesen, dass hier an diesem Küstenabschnitt die letzten Gänsegeier Sardiniens leben. Mit einem Auge auf die Straße und dem anderen in die Luft gerichtet, fahre ich diese tolle Strecke. Und tatsächlich, in Höhe des Monte Mannu sehe ich plötzlich große Vögel auf einem Felsen sitzen.

 

Gänsegeier auf einem Felsen Gänsegeier auf einem Felsen Gänsegeier im Flug

 

Ich stehe bestimmt gut eine Stunde neben der Straße und versuche, brauchbare Aufnahmen hinzubekommen. Als es zu tröpfeln beginnt reicht es. Ich packe mein Stativ und das Ofenrohr ein und fahre weiter.

 

Kurz vor Bosa, in einer Bucht knapp hinter dem Torre Argentina sehe ich einen Campingplatz, der direkt am Wasser liegt. Ich checke ein, zahle einen durchschnittlichen Preis, (15€ incl. Strom, Wasser) und stelle mein Womo direkt über dem Hochufer auf.

 

Bulli auf dem Campingplatz in der Bucht

 

Ausser mir sind nur noch ein paar Hightech Camper mir riesigen Womos auf dem Platz. Am Nachmittag läuft die Klimaanlage, am Abend richten sich die Satellitenschüsseln auf. Im Freien bewegen sie sich fast gar nicht.

 

Beim Kaffeetrinken bemerke ich den Nachteil dieses Campingplatzes. Es gibt Wespen ohne Ende. Ich zücke meine chemische Keule und versuche mich auf diesem Weg der Wespen zu erwehren. Es gelingt nur bedingt. Ich werde zwar nicht gestochen, es ist aber unangenehm, wenn man nichts anfassen kann ohne nachzusehen ob nicht eine Wespe draufsitzt. Barfußlaufen ist auch nicht möglich.

 

Ich stromere ein bisserl durch die angrenzende Bucht, leider ist die Bilderausbeute nicht besonders. Am Abend verschwinden die Wespen, und es wird doch noch ganz gemütlich. Heute schaue ich nur auf´s Meer und sinniere.

 

Sunset

 

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