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Bulli auf dem Standplatz

Sonntag, 26.09.2010

 

Schön langsam verliere ich den Schwung. Heute habe ich ziemlich lang geschlafen, erst um halb neun falle ich aus dem Bett. Ein Blick aus dem Fenster zeigt mir, es ist windig, wolkig und vereinzelt fallen Tropfen vom Himmel. Zum Frühstück gibt es nur Kaffee, mehr mag ich nicht.

 

Ich schaffe es gerade noch, ein Foto meines Standplatzes aufzunehmen. Für heute habe ich mir ganz fest vorgenommen, endlich mal eine Grotte zu besuchen. Das Wetter ist auch nicht besonders, also passt das optimal. Nicht allzu weit entfernt im Landesinneren liegt die Grotta de su Mannau.

 

Über Bau fahre ich zurück auf die Hauptverbindungsstraße 126. Dieser folge ich ein paar Kilometer nach Süden. Im Dörfchen Fluminimaggiore sehe ich kurz vor dem Ortsausgang plötzlich diese herrliche Malerei auf der rechten Seite.

 

Wandmalerei

 

Dieses Panorama in Riesengroß.Links neben dem Wandbild befindet sich auch ein Hinweis darauf, dass es hier in früherer Zeit einige Bergwerke gegeben hat. Vereinzelte Ruinen habe ich schon gesehen, diese waren aber alle mit Zäunen abgesperrt.

 

Bergwerk Denkmal

Weiter geht es auf der 126. Diese mäandert durch eine wunderschöne Landschaft. Aufnahmen habe ich keine, ich war so richtig mit Lenken beschäftigt.

 

Bei der Grotta de su Mannau angekommen muss ich etwa 1 Std. warten, bis die nächsten Führung durchgeführt wird. Die letzte habe ich verpasst. Ich vertreibe mir die Zeit mit einem Cappucino und bewundere diverse Mountainbiker, die mit ihren Hightechboliden im Hinterland verschwinden.

 

Die Gruppe, die gerade die Höhle besucht hatte kommt zurück, und mir wird schlecht. Etwa 30 Leute kommen die Treppe herunter. So viele Leute auf einmal, das mag ja ein schöner Krach in der Grotte sein. Es zahlt sich aus, dass ich in der Früh nicht in die Gänge gekommen bin. Ausser mir warten nur noch 6 andere auf den Beginn der Führung.

 

Die Führung ist auf Italienisch, ich verstehe so gut wie gar nix und blende den Guide irgendwann aus. Blitzlicht ist natürlich nicht erlaubt, das macht aber nix.

 

In der Grotte In der Grotte In der Grotte In der Grotte In der Grotte In der Grotte

 

Die Grotte kann einem Vergleich mit Postojna natürlich nicht standhalten, man kann sie aber durchaus ansehen. Beim Verlassen der Höhle scheint plötzlich die Sonne. So gehört sich das.

 

Noch auf dem Parkplatz mache ich ein kurzes Picknick, etwas Hunger habe ich inzwischen schon. Da ich schon im Landesinneren bin, mache ich Sightseeing im Doppelpack. Das nächste Ziel ist nicht weit entfernt. Es geht zum Tempio di Antas.

 

Vor dem Gelände angekommen vergeht mir erst einmal die Lust, ein riesiger Reisebus parkt vor dem Eingang. Bis jetzt wurde ich von Pauschaltouris ja verschont, also parke ich und gehe trotzdem auf das Gelände. So wie erhofft, sitzen alle Pauschaltouris in der Kneipe beim Kaffee. Der Tempel selbst versteckt sich hinter einem Hügel.

 

Tempelanlage Tempelanlage

 

Einzig und allein ein Pärchen stört meinen Versuch, den Tempel auf Film zu bannen. Die beiden glauben anscheinend, dass die Absperrungen für sie nicht gültig sind, und laufen im inneren des Tempels herum.

 

Ich schaffe es aber doch irgendwann. Nach so viel Arbeit brauche ich Erholung und beschließe, wieder zurück an die Küste zu fahren. Auf dem Rückweg nehme ich wieder die 126, nur dieses mal fahre ich nach Norden. Logischerweise komme ich noch einmal durch Fluminimaggiore. Um ein Verkehrschaos zu vermeiden ist die Durchgangsstraße in zwei Einbahnstraßen aufgeteilt.

 

Durch die tolle Wandmalerei sensibilisiert, halte ich Ausschau nach anderen Malereien. Das hätte ich mir sparen können. Selbst ein Blinder mit Krückstock wäre darüber gestolpert. Ich lasse die Bilder sprechen.

 

Mural Mural Mural Mural Mural

 

Mural Mural

 

Ich kann mich nur schwer losreißen, aber es hilft nix. Irgendwann muss ich weiter. Ein Bekannter hat mir den Tipp gegeben am Capo Pecora nach einem Stellplatz zu suchen. Also verlasse ich Fluminimaggiore und biege ein paar Kilometer weiter nach links in Richtung auf Portixeddu ab. Dort halte ich mich rechts und fahre zum Capo Pecora.

 

Stellplätze gibt es hier schon, sogar wunderschöne. Nur leider sind sie für mich nicht erreichbar. Regenwasser hat einige tiefe Rinnen in die Zufahrt gegraben und die sind so tief, dass sie für mich nicht passierbar sind.

 

Also fahre ich zurück nach Portixeddu und halte mich rechts, fahre immer weiter am Meer entlang. Hier könnte man zwar auch stehen bleiben, aber direkt neben der Straße will ich auch nicht schlafen. Der Campingplatz ist auch nicht besser. Der Terrassenplatz liegt direkt neben der Straße.

 

Mal schaun, was die nächste Bucht bietet. Es geht den Berg hinauf, oben ist ein Aussichtsplatz, hier halte ich. Das was ich sehe, ist ganz ansprechend. Direkt unter mir gibt es einen Stellplatz für Womo´s.

 

Stellplatz

 

Ich fahre den Berg hinunter nach Buggeru, durchquere den Ort und checke auf dem Platz ein. Schatten gibt es zwar nicht, das macht mir aber nichts, ich bin Sonnenhungrig. Schon vom Stellplatz aus sieht man die hohe Dünung, ein toller Anblick. Bei dem Ausflug auf die Mole sehe ich erst, wie hoch die Wellen wirklich sind.

 

 

Nachdem ich gut durchgespült bin, gönne ich mir ein kleines Schläfchen am Strand. Eine Stunde vor Sonnenuntergang kommt schon wieder eine Wolkenwand, diesmal packe ich den Fotoapparat gar nicht erst aus. Zum Abendessen gibt es wieder leichte Kost.

 

Montag, 27.09.2010

 

Heute gönne ich mir einen absoluten Ruhetag, ich gehe nur kurz in den Ort zum Einkaufen. Ansonsten liege ich am Strand und bade ein bisschen. Keine Fotos, kein gar nix.

 

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