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Monument Valley

Dienstag, 16.10.2007

 

Nach dem frühen Aufstehen und einem schnellen Frühstück geht es gleich wieder los. Ich will eigentlich gleich bei Sonnenaufgang im Monument Valley sein, wegen des Lichts und natürlich bevor die ganzen Touris antanzen würden.

 

Ganz habe ich es nicht geschafft bis Sonnenaufgang, aber früh dran bin ich trotzdem. Der Weg vom Campingplatz in Goulding bis zur Einfahrt des Navajo Tribal Park ist ja nicht weit.

 

Nach dem Bezahlen des Obolus staune ich nicht schlecht als sich die erwartete Straße als schlechterer Feldweg entpuppt. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet, ich bin ja auch verwöhnt von den NP und SP und bewusst gelesen hatte ich es auch nicht. (Oder schon wieder vergessen, das "Alter")

 

Einen Vorteil hat die schlechte Piste; man ist langsam unterwegs und sieht mehr.

 

Womo im Monument Valley Monument Valley Monument Valley

 

Wenn ich ganz ehrlich bin muss ich sagen, dass ich etwas enttäuscht bin, zumindest von diesem Rundkurs. Entweder habe ich einen Teil des MV am Abend vorher im dunklen nicht gesehen, als ich auf der 163 Richtung Süden gefahren bin, oder meine Erwartungen sind zu hoch.

 

Nicht, dass das jetzt falsch verstanden wird, das ist mein erster Eindruck. Heute, mit ein bisschen Abstand, wenn ich die Bilder betrachte, gefällt es mir schon etwas besser.

 

Monument Valley Monument Valley

 

Nach dem Monument Valley mache ich mich auf den Weg zum Antelope Canyon. Schon auf der Anfahrt sind im Hintergrund viele dunkle Wolken zu sehen. Das lässt böses erahnen. Eigentlich will ich den Lower Antelope Canyon besuchen, dieser soll nicht so überlaufen sein.

 

Auf dem Parkplatz des Upper Antelope Canyon sind gerade mal 8 - 10 Autos geparkt. Kurz entschlossen entscheide ich mich, doch den Upper AC zu besuchen.

 

Aufgrund der drohenden Wolken buche ich nicht die Fotografentour, sondern nur die "normale" Touritour. Nach etwa 10 Minuten warten geht es dann auch schon los. Allein die schlingernde Fahrt durch den Wash macht schon Spaß.

 

Als ich vor dem Eingang des Canyons mein Fotogerümpel montiere, ( Stativ, 2 Kameras) fragt mich die freundliche Navajo Tourguide, ob ich alleine vorausgehen möchte, ich könne dann besser Fotografieren. Und ob ich will. Das ist ein wirklich netter Zug!

 

Leider ist dann das Licht im Canyon wie befürchtet durch den wolkigen Himmel mager. Aber die Zeit für einen Besuch an einem anderen Tag habe ich leider nicht. Aber auch so ist es sehenswert. Ich habe mir auch vorgestellt, wie es wohl aussieht, wenn hier das Wasser durchschießt.

 

Allerdings bemerke ich auch, dass ich hier an meine Grenzen stoße. Die Enge das Canyons und das Licht überfordern mein Können. Zudem fehlt mir ein richtiges Weitwinkelobjektiv. Den Hinweg bin ich alleine vorausgegangen, auf dem Rückweg habe ich mich dann wieder der Gruppe angeschlossen, oder auch mehreren Gruppen???, im Canyon hat sich das irgendwie vermischt. Die Tourguides haben dann auch noch mehrmals auf Besonderheiten hingewiesen, die ich im Alleingang gar nicht gesehen hatte.

 

Leider halten die Fotos keinen Vergleich stand mit anderen, die ich schon gesehen habe, aber ich hoffe, man bekommt einen Eindruck von den Besonderheiten des Canyons.

 

Danach geht es weiter Richtung Page, ich mache einen kurzen Einkaufstop im Wal Mart, und werfe anschließend noch einen Blick auf den Lake Powell.

 

Lake Powell Brücke über den Glen Canyon Glen Canyon Staudamm

 

Bei einer Pause auf einem Parkplatz über dem Glen Canyon lerne ich dann noch eine nette Familie aus Deutschland kennen, (Eltern und zwei Kleinkinder) die mit Ihrem eigenen Womo 4 Monate durch Kanada und die USA touren. Das wollten sie noch machen, bevor die Kinder Schulpflichtig werden. Recht haben sie!

 

Horseshoe Bend

Der nächste Stopp ist gleich ums Eck, der Horse Shoe Bend liegt ein paar Meilen südlich von Page.

 

Hier heisst es etwas laufen, nach der ganzen Fahrerei ist das eine schöne Abwechslung. Meine Freude hält aber nicht lange vor. Nach dem Aufbau des Stativs, diversen Aufnahmen in der Bauchlage, ganz nah am Canyonrand, alles mit der Digitalen, stelle ich fest, dass ich vergessen habe, in meiner analogen Kamera den Dia Film zu wechseln. Ersatz ist natürlich auch keiner im Rucksack. Die Filme sind alle im Kühlschrank des Wohnmobils.

 

Wer die Strecke kennt, kann sich vorstellen, dass ich keinen Film geholt habe. Auch hier bemerke ich, dass ich ein richtiges Weitwinkelobjektiv brauche.

 

Die Familie vom Glen Canyon hat mir noch einen Übernachtungstipp gegeben, also machte ich mich auf nach Cameron. Morgen geht es in den Grand Canyon NP.

 

Es dämmert schon, als ich Cameron erreiche. Ich checke auf dem CG ein, da dieser direkt neben der 89 liegt, wird das wohl keine ruhige Nacht. Allerdings habe ich auch keine Lust, noch nach einer Alternative zu suchen.

 

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