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Freitag, 19.10.2007

 

Die Nacht auf dem bewachten Parkplatz war angenehm ruhig gewesen, ich habe nur einmal einen LKW beim rangieren gehört.

 

Das Aufwachen ist allerdings nicht so angenehm. Plötzlich ist draußen Radau! Zuerst quietschende Reifen, dann röhrende Motoren und laute Musik. Es sind 4 vollbesetzte "gepimpte" SUV´s und Autos mit mittelamerikanisch aussehenden Insassen.

 

Diese fröhliche Gesellschaft ist anscheinend der Meinung, dass jemand auf dem Rest Area einen Weckdienst bestellt hat. Überall in den Womos und LKW gehen die Vorhänge hoch, einige LKW Fahrer protestieren Lautstark, aber ohne Wirkung. Der Spuk dauert ca. 15 Minuten, dann herrscht wieder Ruhe.

 

Ich will zwar früh aufstehen, aber 6 Uhr ist dann doch happig. Nach einem Frühstück mache ich mich auf den Weg Richtung Mono Lake. Die aufgehende Sonne und der leichte Nebel machen die Fahrt recht stimmungsvoll.

 

In Lee Vining bekomme ich leichte Schluckbeschwerden angesichts der Benzinpreise! 4,20$ für eine Gallone ist nicht schlecht! Hier werde ich bestimmt nicht Tanken, obwohl mein Womo schon ein paar Liter hätte brauchen können.

 

Ich mache noch einen Abstecher an den Mono Lake. Das Visitor Center ist leider verwaist. Der Ausblick über den See ist ganz nett, aber bei weitem nicht das, was ich mir versprochen hatte. Erst nach dem Urlaub erfahre ich, dass ich an der falschen Stelle war. Die interessanten Steinformationen sind woanders.

 

Mono Lake Mono Lake Tioga Pass Open Sign

 

Das Tioga Pass Open Schild sehe ich mit Begeisterung. Um diese Jahreszeit ist es nicht selbstverständlich, dass der Pass geöffnet ist.

 

Aktueller Öffnungsstatus

 

Unterwegs sind dann links von der Straße im Tal eine Reihe Campgrounds zu sehen. Hier wäre ich wahrscheinlich nicht so unsanft geweckt worden. Die Strecke über den Tioga Pass ist wirklich schön, und in diesem Teil des Yosemite NP ist auch nicht viel los.

 

Zion NP Flusslauf Womo im Zion NP

Womo unter einem Mammutbaum Mammutbäume

 

El Capitan

Mit der Ruhe ist es aber schnell vorbei. Kaum bin ich auf der 120, stehe ich auch schon im Stau. Eine Baustelle mit wechselseitigem Einbahnverkehr sorgt für eine Zwangspause.

 

Obwohl kein Wochenende ist, geht es im Yosemite Valley zeitweise nur im Stop and Go vorwärts. Dazu kommt, dass an allen Aussichtspunkten sämtliche Parkplätze belegt sind, da habe ich mit meinem Womo schlechte Karten.

 

Leicht genervt verabschiede ich mich vom Yosemite NP. Ich habe keine Wanderung gemacht, keinen Wasserfall gesehen, die Mammutbäume konnte ich mir auch nicht ansehen. Dieser Park ist leicht überlaufen.

 

Netterweise sind gleichzeitig die Tankstellen wegen Revision geschlossen! Das ist nicht mein Tag. Unterwegs halte ich noch kurz am Merced River, etwas Bewegung brauche ich doch. Also klettere ich ein bisschen im Flussbett auf den Felsen herum. Das macht Spaß.

 

Merced River Merced River

 

Über die 140 geht es dann nach Merced. Nach einer 180$ Tankfüllung fahre dann auf den HWY 99 Richtung Modesto. Zumindest steht HWY auf dem Hinweisschild. So schlechte Fahrbahnverhältnisse habe ich in den USA noch nie erlebt! Das Womo quietscht und knirscht bis in die letzte Fuge, und ich warte nur drauf, dass mir sämtliche Plomben rausfliegen.

 

Da ich am nächsten Tag in der Früh etwas in Alameda zu erledigen habe, muss ich allerdings auf der Rüttelpiste bleiben und Meilen machen. Für die Übernachtung habe ich mir Brennan Island ausgesucht, dort soll es einige Campgrounds geben. (Etwas nordwestlich von Stockton)

 

Dort wartet dann die nächste böse Überraschung! Ein Campground Host nach dem anderen erklärt mir, dass diese CG nur für Members zugänglich wären! Nachdem ich den Rundkurs auf der Insel schon fast komplett gefahren bin, taucht tatsächlich noch ein KOA Platz auf.

 

Für den "ermäßigten" Preis von 40$ habe ich dann hier Quartier bezogen, zum weitersuchen bin ich zu müde. Die freundliche Dame in der Rezeption ködert mich auch mit dem Wifi Internetzugang, der sich dann allerdings als ein schlechter Witz herausstellte. Langsam, und mit ständigen Funkabbrüchen, und das im Land der Computer!

 

Freundlicherweise erlaubt sie mir dann, den Computer der Rezeption zu benutzen, die Verbindung ist genauso langsam, aber ohne Funk, also gibt es zumindest keine Verbindungsabbrüche. Zum e-mail check hat es gereicht.

 

Nach diesem Tag schmeckt das Steak und das ein oder andere Bierchen besonders gut.

 

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