Dienstag, 26.05.2009 und Mittwoch 27.05.2009

 

Google-Maps Route
 

Die Nacht war wie gewohnt schön ruhig. Nach einem ausgiebigen Frühstück packe ich mein Zeug zusammen und fahre...... nein nicht nach Süden, sondern erst mal wieder Richtung Norden. Im Zickzackfahren habe ich schon Übung.


Gestern war ich erst am Jackson Lake vorbeigefahren, heute fahre ich wieder zurück, nur um Fotos zu machen und ein bisschen zu wandern.

Gott sei Dank ist heute wieder wunderschönes Wetter, und so möchte ich heute die Fotos machen, die ich gestern wegen des Wetterwechsels nicht machen konnte.

Grand Teton NP






Zur Abwechslung geht es jetzt mal wieder nach Süden. In Colter Bay laufe ich den netten Wanderweg um die Insel herum.





Plötzlich beginnt meine Kamera wieder zicken zu machen. Erst kommt die Fehlermeldung, dass Daten nicht gespeichert werden können, dann ist das Display ausgefallen.

Jetzt geht es endgültig Richtung Süden. Den Jenny Lake View Drive fahre ich, kann aber nirgends halten, da die wenigen turnouts zugeparkt sind.

Dann verlässt mich leider das Wetterglück. Die Wolken werden immer dicker, und bald kommt der erste Regen. Eigentlich will ich am Jenny Lake noch ein bisschen wandern, aber der kalte Regen nimmt mir jegliche Lust.

Trotzdem muss ich feststellen: Eine grandiose Gegend. Und ziemlich unbekannt, bei uns hört oder liest man nicht viel vom Grand Teton NP. Warum eigentlich?

Immer weiter geht es nach Süden, kurz vor Jackson mache ich einen Stopp am Elk Refuge.
Es ist kein einziger Hirsch zu sehen. So ein Mist. Später erfahre ich, dass Hirsche hier nur im Winter zu sehen sind.

Jackson erinnert mich in gewisser Weise an Moab, genauso quirlig. Ein richtig nettes Dorf für Aktivurlauber. Leider kann ich bloß zum Einkaufen anhalten, ich muss noch ein bisschen Strecke machen.

Dem schlechten Wetter bin ich anscheinend davongefahren. In der Sonne ist es schon wieder angenehm warm.

Aus Jackson raus, biege ich in Hoback Junction scharf rechts ab, und nach ein paar Meilen bin ich wieder auf der 89.

Mittagspause am Snake River

 

 

Heute will ich noch bis zum Bear Lake kommen. Ein verheißungsvoller Name, der dem Namen dann allerding nicht gerecht wird. Keine Bären, schade.

Unterwegs kommt mir irgendwas spanisch vor, ääähhhm französisch.

Ortsnamen wie Montpellier, Paris, das erwartet man nicht in den Rocky´s.

Übernachten werde ich auf dem
Bear Lake KOA.
Leider gibt es keine Zugang zum See. Das hatte ich mir anders vorgestellt.
Heute verbrate ich mein letztes Feuerholz. Ich glaube kaum, dass ich morgen in Salt Lake City noch einmal ein Feuerchen machen kann. Schön langsam kommt Wehmut auf.

Gefahrene Meilen: 210

 

Mittwoch

Die heutige Tagesetappe soll mich nach Salt Lake City führen. Der Endpunkt der Reise.

Etwas lustlos frühstücke ich, checke am CG aus und mache mich auf den Weg. Über Logan und Ogden fahre ich nach Salt Lake City.

Da meine Kamera nur noch sporadisch arbeitet fällt Fotografieren fast komplett aus.

Pause am Pineview Reservoir

 

 

Eigentlich hatte ich vorgehabt, noch den Great Salt Lake zu besuchen, aber ich bin so down, dass ich das nicht mehr schaffe.

In Salt Lake City angekommen, fahre ich gleich zum
Campground und verbringe den Nachmittag damit, das Womo zu reinigen. Obwohl ich zwischendurch immer wieder den Sand aus dem Womo entfernt habe, finde ich an den unmöglichsten Stellen roten Sand.

Dank full hook up kann ich das Womo auf Vordermann bringen. Ein letztes mal den Grill angeworfen, das letzte Bisonsteak gegrillt.

Das Leben ist Sch…….

Ich fühle mich gar nicht gut.

Das liegt aber nicht nur daran, dass das Urlaubsende naht, sondern auch daran, dass ich meine Vorräte vernichten muss.

Eis, Salat, Steak, Toast, Bier, Chips, Marshmallows wandern in meinen Magen.

Es bleibt auch noch Zeit, mich mit der Kamera zu beschäftigen. Eigentlich unnötig, sie lässt sich einschalten und tut so als ob nichts gewesen wäre.

Das packen der Taschen nimmt mich auch noch eine Zeitlang in Anspruch.
Völlig geschafft falle ich ins Bett.

 

Gefahrene Meilen: 148