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Mit dem Jeep von Los Angeles nach Las Vegas / 27.04.2013 - 01.05.2013

 

Auf der Autobahn

Samstag, 27.04.2013

 

Der Wecker meldet sich um 05.00 Uhr. Welch eine unchristliche Zeit.

 

Auch in diesem Jahr fahre ich mit meinem Bus zum Flughafen, das Parken draußen kostet mich nur wenig mehr, als die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Und Gepäck schleppen muss ich auch nicht.

 

Der Shuttle von Parken muc bringt mich bis vor das Terminal. Da ich bereits online eingecheckt habe, gibt es keine Wartezeit am Schalter, ich gehe mit dem Gepäck direkt zum Drop Off Schalter.

 

Beim Zoll geht es auch flott voran, doch dann folgt der übliche Check meiner umfangreichen Fotoausrüstung. Komplettes Auspacken ist angesagt, ein Sprengstofftest wird gemacht. Aber das kenne ich ja.

 

Das Boarding geht erstaunlich gesittet vonstatten, der Flug geht pünktlich raus und ist ereignislos. Es gibt wenig zu sehen, viele Wolken verbergen die Landschaft. In den Comfort Seats lässt es sich aushalten, die zusätzlichen paar Zentimeter sind angenehm. Das übliche Essen geht mir langsam auf den Keks, Chicken or Pasta, ich kann es nicht mehr hören.

 

Wolken

In Atlanta erlebe ich die schnellste Immigration aller Zeiten, 70% der Lines sind offen, vor mir ist niemand. Der Officer braucht 5 Sekunden um zu entscheiden, welche Line ich nehmen soll. Die Wartezeit auf den Koffer beträgt auch nur ca. 10 Minuten, wow.

 

Dann folgt der übliche Terminalwechsel, und das Warten beginnt. Es gibt anscheinend keine Crew für den Flieger. Mit 30 Minuten Verspätung geht es aber los. Auch auf diesem Flug gibt es keine Sicht, dafür viele viele Wolken. Im Südwesten werden die Wolken weniger, es ist aber sehr dunstig. Der Flug zieht sich, ich kann die Landung kauf erwarten.

 

An den Flughafen LAX kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern, er scheint nicht sehr einprägsam zu sein. Der Shuttle zum Vermieter ist nach 5 Minuten da, die Station glücklicherweise gleich ums Eck. Zwei Counter sind offen, aber kaum kommt unser Shuttle, wird einer zugemacht. Mein Blutdruck steigt.....

 

Nach ca. 20 Minuten warten komme ich endlich an die Reihe. Nur ein SUV mit Allrad steht in der Line, den schnappe ich mir. Das Gepäck verschwindet im Heck des Jeeps, ab zum Hotel - mir langt´s. Bis zum Hotel sind es nur 5 Kilometer, und dank Navi lande ich direkt vor dem Eingang. Freie Parkplätze waren versprochen, nur sind diese Plätze unbeleuchtet in einem benachbarten Industriegebiet. Also beiße ich in den sauren Apfel und gönne mir das Valet Parking für 20$.

 

Ein kleiner Supermarkt liegt direkt nebenan, ein paar Getränke wechseln den Besitzer, und ich freue mich aufs Bett.

 

Jeep in den Pinnacles

Sonntag, 28.04.2013

 

Ich habe Jetlag, bereits um 3 Uhr bin ich wach, und länger als bis 4 Uhr halte ich es im Bett nicht aus. Ich packe den Koffer für die nächsten Tage um und räume wieder alles ins Auto.

 

Der Wetterbericht gefällt mir gar nicht, in 4-5 Tagen soll eine Kaltfront aus dem Norden kommen. In Texas und den Südstaaten gibt es schon schwere Gewitter, da ist Land unter.

 

So ein Mist, denn mein Weg wird mich diesesmal weit nach Osten führen. Abwarten, und mal schau´n was wirklich kommt. Ich beeile mich, ich will nichts wie raus aus LA bevor die Rush Hour beginnt.

 

Trotzdem dauert es, bis ich endlich die letzten Häuser hinter mir lasse. Bevor ich meine erste Location anpeile, fahre ich zum Einkaufen. Obwohl ich nicht viel brauche, verrinnt die Zeit. Danach geht es ab Richtung Trona Pinnacles.

 

Hier geht es zu den Trona Pinnacles.

 

Die Straße, besser die Piste ist abenteuerlich, einfach nur Gei..... Im Bereich der Tronas kann man toll Offroad fahren, 4 WD ist nicht unbedingt nötig, HC auf jeden Fall. Die Pinnacles sind ....na ja, nett zum Anschauen, aber als ein must see würde ich sie nicht bezeichnen.

 

Fossil Falls Scenic Area

Es wird schön warm, ich verlasse die Tronas und fahre weiter nach Norden, Richtung Fossil Falls. Beinahe wäre ich an der Abfahrt vorbei gefahren, mein Navi warnt mich netterweise kurz vorher.

 

Die Fossil Falls sind ein netter Abstecher, ideal zum Füße vertreten. Man kann hier eine ganz skurrile Lavalandschaft bewundern. Ich empfehle aber auf jeden Fall das Tragen von gutem Schuhwerk.

 

Hier geht es zur Fossil Falls Scenic Area.

 

Inzwischen ist es später Nachmittag, es geht weiter Richtung Alabama Hills, meinem heutigen Tagesziel. Bevor ich in die Alabama Hills fahre, checke ich im Hotel in Lone Pine ein. Das Zimmer ist nichts besonderes, ich werde hier aber auch nur einmal übernachten.

 

Ein bisserl fahre ich noch durch die Alabama Hills, zum Wandern werde ich morgen Früh wiederkommen. Zurück im Hotel versuche ich noch einmal, mein Gepäck irgendwie sinnvoll zu sortieren, nur klappen will es nicht so richtig. Erst der zweite Tag, und es herrscht schon das Chaos.

 

Mobius Arch

Montag, 29.04.2013

 

Der Jetlag plagt mich immer noch, um 5 Uhr bin ich schon wieder wach.

 

Nach ein paar Tassen Kaffee räume ich das Auto ein, checke aus dem Hotel aus und mache mich auf den Weg in die Alabama Hills. Ein Besuch am Hitching Post und am Taco Bell Arch machen den Anfang.

 

Es folgt der Mile Arch bevor ich mich dem Lathe und dem Mobius Arch widme. Für diese bin ich noch zu früh dran, der Lathe Arch liegt im Schatten.

 

Weiter geht es mit dem Heart und dem Behind the Heart Arch. Praktisch gleich ums Eck liegt der Shark Tooth Arch. Das Eye of Alabama nehme ich auch noch mit, bevor ich ein Stück nach Norden fahre. Der Stephenson Arch weckt nicht unbedingt meine Begeisterung.

 

Hier geht es zu den Alabama Hills.

 

Noch ein bisserl weiter nach Nordwesten hike ich letztendlich noch zum sagenhaft schönen Cyclops Arch. Da ich in der Gegend bin schaue ich auf einen Sprung beim Boot Arch vorbei, den Abschluss bildet ein Besuch bei "The Egg".

 

Bevor ich die Alabama Hills für heute verlasse, schaue ich mir noch (allerdings aus der Entfernung) den Whitney Portal Arch an. Ich stelle dabei wieder einmal fest, dass ich zuwenig Zeit eingeplant habe.

 

Racetrack Playa / wandernde Steine

Am frühen Nachmittag mache ich mich auf ins Death Valley. Geplant war, bis zur Hunter Mountain Road zu fahren, hier den Teer zu verlassen und quer durch die Berge zur Racetrack Playa zu fahren.

 

Aber........... am Eingang zur Hunter Mountain Road steht ein riesiges Gesperrt Schild. So ein Mist, das bedeutet für mich einen langen Umweg.

 

Ich fahre also weiter über die US 190 ins Death Valley, passiere Stovepipe Wells und biege dann auf den North HWY ein. Vorbei geht es an der Grapevine Ranger Station bis zur Racetrack Valley Road. Den Ubehebe Krater lasse ich links liegen und rattere die Racetrack Valley Rd. bis zum Homestake Dry Camp, meinem heutigen Übernachtungsziel.

 

Am Spätnachmittag stelle ich mein Zelt auf dem Campground auf. Dort erfahre ich von einem Belgier, dass die Hunter Mountain Road doch nicht gesperrt ist, das Schild bezieht sich eigentlich auf die Saline Valley Road. Na toll! Es ist ja nicht so, dass ich das im Vorfeld nicht versucht hätte abzuklären. Leider hatte es nicht funktioniert.

 

Jeep und Zelt auf dem Campground

Am frühen Abend fahre ich zurück zur Racetrack Playa.Die Szenerie ist wirklich einzigartig, ich bekomme den Mund kaum noch zu.

 

Auch wenn es wenig moving Rocks gibt, ich bin restlos begeistert. Außer mir sind nur eine handvoll Leute hier. Zusammen mit dem Belgier wandere ich kreuz und quer über die Playa und lasse die Fotoapparate glühen.

 

Nach etlichen Aufnahmen verschwindet die Sonne, und ich werde schön langsam müde. Mit dem Jeep geht es zurück zum Campground, in der Zwischenzeit sind noch ein paar andere Camper angekommen.

 

Heute gibt es nur kalte Küche, einen Grill habe ich noch nicht. Der Abend ist wunderschön mild, nach dem Abendessen versuche ich mich noch an ein paar Startrails, dann ruft mich mein Schlafsack.

 

Die Nacht ist unglaublich ruhig, man hört keinerlei Zivilisationslärm.

 

Hier geht es zur Racetrack Playa.

 

Panoramaaufnahme Landschaft

 

Dienstag, 30.04.2013

 

Kaltes Frühstück, kein Kaffee, der Tag beginnt gar nicht gut.

 

Ich packe mein Zelt zusammen und mache mich auf den Weg. Ein kurzer Fotostopp an der Teakettle Junktion, dann geht es weiter zum Ubehebe Krater. Nach der Rumpelei über die Racetrack Valley Road erreiche ich erleichtert den Teer und parke den Jeep am Ubehebe Krater. Irgendwie ist der Krater unspektakulär, die geplante Umrundung breche ich ab.

 

Mit dem Jeep an der Teakettle Junction

Weiter geht es zu den Dünen von Stovepipe Wells, dort halte ich mich aber nicht sehr lange auf. Den Devils Golfcourse habe ich mir auch anders vorgestellt, nach ein paar Minuten bin ich wieder weg.

 

Dann starte ich den heutigen Hike zur Death Valley Bridge. Am Trailhead steht außer mir nur noch ein weiteres Auto, Menschenmassen muss ich wohl nicht befürchten. Schon am Trailhead kommen mir zwei Hiker entgegen, d. h. ich habe die Bridge für mich alleine.

 

Auch hier muss ich sagen, nice to see aber kein must see. Schön war´s trotzdem.

 

Ich möchte die Salzpfannen finden, deren Aufnahmen man so oft im Internet sieht. Aber ich bin wohl an der falschen Stelle, Salz ja, aber die tollen Pfannen sind doch woanders.

 

Auch dieses Mal lasse ich mir die Artists Palette nicht entgehen, die Farben begeistern mich immer wieder. Bevor ich das Death Valley verlasse, gönne ich mir die Fahrt über die Twenty Mule Team Road. Das macht Spaß!

 

Irgendwann muss aber Schluss sein, am Nachmittag verlasse ich schweren Herzens das Death Valley endgültig Richtung Las Vegas. Dort habe ich für zwei Nächte ein Hotel gebucht. Das Death Valley wird mich mit Sicherheit wiedersehen.

 

In Las Vegas verläuft das Einchecken im Excalibur relativ flott, die Schlepperei des Gepäcks nervt ob der langen Wege. Aber auch hier gilt, nicht jammern, das Zimmer ist Spottbillig. Ich bin so KO, dass ich mich nur noch auf Bett werfe, den Spaziergang über den Strip spare ich mir. Selbst zum Essen verlasse ich das Hotel nicht, es gibt Fast Food, Igitt.

 

Mittwoch, 01.05.2013

 

Der Jetlag legt sich, und nach zwei Kaffee schleppe ich mein Fotogerödel quer durch das Hotel zum Jeep und mache mich auf den Weg nach Little Finland.

 

Die Fahrt zieht sich, und als ich endlich auf der Gold Butte Road angekommen bin, wird die Piste mit jedem Kilometer schlechter.

 

Trotzdem eine tolle Gegend. Vor lauter in die Gegend schauen verpasse ich die Abfahrt in den Wash. Irgendwann schaue ich dann doch mal aufs Navi .......... und bekomme einen Schreck. Ich bin schon etliche Kilometer über die Abfahrt hinaus gefahren.

 

Ich kehre um, und beschließe dieses Mißgeschick für mich zu behalten. Ich nehme die erstbeste Piste Richtung Ziel, das Offroadfahren macht unheimlich Spaß. Dank der Wegepunkte finde ich das Ziel, die manchmal als unüberwindlich beschriebene Felsstufe stellt für meinen Jeep kein Problem dar.

 

Hier geht es nach Little Finland.

 

Zuerst erkunde ich den hinteren Teil von Little Finland. Leider weht ein starker Wind, selbst das stabile Stativ wackelt. Vor lauter Schauen vergesse ich die Zeit, und das rächt sich, mir geht die Zeit aus.

 

Bis 19.00 Uhr muss ich den Jeep zurück geben, und da mir noch ein paar Stunden Fahrt bevor stehen, muss ich diese tolle Location verlassen ohne alles gesehen zu haben. Die Rückfahrt trete ich durch den normalen Wash an, sogar jetzt am späten Nachmittag fahren noch Leute Richtung Little Finland.

 

Die Rückfahrt zieht sich auch, langsam wird es knapp. Ich halte nur kurz vor dem Hotel, bringe mein Fotozeugs auf´s Zimmer und fahre dann schnell zum Mietwagencenter am Flughafen. Es hat geklappt, ich habe den Jeep unbeschädigt und rechtzeitig abgegeben.

 

Ich kann nicht meckern, der Jeep hat seine Aufgabe bravourös gemeistert. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahre ich zurück zum Hotel, esse noch etwas und falle dann todmüde ins Bett. Auch heute kann ich mich nicht aufraffen, über den Strip zu laufen. Ich freue mich auf Morgen, dann kann ich das Womo übernehmen. Hoffentlich klappt es dieses Jahr besser mit dem Shuttle als im letzten Jahr, da haben wir vor dem falschen Ausgang gewartet.

 

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