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Mittwoch, 14.10. bis Mittwoch, 21.10.2015

 

Inside Fiery Furnace

Mittwoch, 14.10.2015

 

Am Morgen verlasse ich den Campground und Moab und fahre in den Arches NP. Am Eingang ist es noch relativ ruhig, und ich ziehe gleich bis zum Parkplatz der Fiery Furnache Area durch. Hier ist ea auch noch ruhig, und so finde ich für mein Womo problemlos einen Parkplatz.

 

Den Rucksack packe ich erst jetzt, der Parkplatz war wichtiger. Im Gegensatz zum letzten Jahr werde ich mich diesmal nicht mir dem Stativ abmühen. Dafür ist die Fiery Furnace einfach zu unwegsam. Ausser viel Wasser nehme ich nur meine Cam mit dem Ultraweitwinkelobjektiv und das GPS mit.

 

Im letzten Jahr ist es mir nur gelungen, eine einzige kleine Bridge zu finden. Dieses Jahr möchte ich auch einige von den Arches aufstöbern. Ich laufe langsam durch die Canyons, erfreue mich an den Formen und dem Farbenspiel und genieße die Ruhe.

 

Ich erkunde Canyon für Canyon und entdecke den Surprise Arch, den Skull Arch und zwei Bridges. Ein paar weitere Arches die es hier geben soll, konnte ich aber wieder nicht finden.

 

Nach 4 1/2 Stunden reicht es, ich kehre zum Womo zurück und fahre zurück nach Moab. Den Rest des Tages verbringe ich mit faulenzen. Abends geht es noch einmal in die Brewery, die letzte Gelegenheit in diesem Jahr.

 

Inside False Kiva

Donnerstag, 15.10.2015

 

Heute Morgen verlasse ich Moab zum letzten Mal, es geht weiter. Nachdem ich meinen Kühlschrank aufgefüllt und noch einmal getankt habe, fahre ich nach Norden. Eigentlich wollte ich noch einmal in den Arches NP, den Tapestry Arch aufsuchen. Nachdem der Rückstau am Eingang allerdings bis auf den Hwy. zurückreicht verzichte ich.

 

Ich fahre weiter und biege bald Richtung Canyonlands Np ab. Heute geht es in den Island in the Sky District. Das wichtigste kommt zuerst, d. h. ich suche mir einen Stellplatz auf dem Horsethief CG. Die Entscheidung war richtig, weniger als eine Stunde später war der Campground full.

 

Ich fahre ein paar Aussichtspunkte an und bewundere die Landschaft. Am Mesa Arch halte ich nicht, der Parkplatz ist voll belegt. Mein erster Trail heute geht zum Aztec Butte. Ich parke das Womo und marschiere los.

 

Obwohl ich mir die Gegend schon zu Hause in GE angesehen habe bin ich leicht überrascht. Der Aufstieg zur nördlichen Butte ist viel steiler als gedacht. Eine wirkliche Sicherung ist auch nicht vorhanden, ich sehe etliche Leute die aufgrund ihres mangelhaften Schuhwerks umkehren.

 

Oben bietet sich eine fantastische Aussicht über die Gegend. Ich folgen dem Pfad und treffe bald auf die zwei Granarys. (Getreidespeicher) Etwas versteckt sind sie schon, man muss ein paar Meter absteigen, um sie zu erreichen. Ein netter Arch ist auch noch mit dabei.

 

Nachdem ich einmal rumgelaufen bin, steige ich ab und laufe zur zweiten Butte. Der Aufstieg ist hier einfacher, interessanterweise ist hier aber weniger los. Ausser mir sehe ich nur noch zwei andere Hiker. Hier gibt es auch einen Granary, der meiner Meinung nach wesentlich schöner ist als die beiden anderen auf der großen Butte.

 

Inzwischen ist es später Nachmittag, und normalerweise würde ich jetzt zum Campground zurück fahren. Heute nicht. Ich fahre weiter nach Nordwesten bis zum Alcove Spring Trailhead. Aber so wie im letzten Jahr ist das nicht mein Ziel.

 

Ich möchte noch einmal zur False Kiva, und zwar zum Sunset. Ich laufe ein Stück die Straße zurück und biege dann ins Gelände ab. Die Überraschung ist groß als ich entdecke, dass der letztjährige schmale Trampelpfad inzwischen ganz schön breit geworden ist. Anscheindend ist die False Kiva kein Geheimtipp mehr.

 

An der Kiva angekommen suche ich mir einen schönen Platz für mein Stativ. Neben mir sind nur noch zwei andere Fotografen anwesend, wir vereinbaren ein Rotationssystem so dass jeder aus allen Winkeln fotografieren kann. Das Panorama ist wirklich atemberaubend schön. Leider bedecken im Westen ein paar Schleierwolken den Himmel, so dass das Abendlicht nicht so zur Geltung kommt.

 

Nach etlichen Fotos ist die Sonne untergegangen, und ich mache mich auf den Rückweg. Die ersten Meter im Dämmerlicht gehen noch, dann bricht die Dunkelheit herein und es wird unerwartet schwierig, den Trail zu finden. Ich habe zwar eine Stirnlampe, diese ist aber nicht ausreichend. Da habe ich wohl die Leuchtkraft überschätzt. Ein paar mal verliere ich den Trail, mit Hilfe meines GPS finde ich aber zum Womo zurück.

 

Ich fahre zügig zum Campground und werfe den Grill an, der Hunger ist riesig. Heute werde ich keine Startrails schießen können, eine aufkommende kühle Brise schiebt immer wieder Wolken vor die Sterne.

 

Tafelberg

Freitag, 16.10.2015

 

Heute Morgen ist es kühl, windig und wolkig. Das gefällt mir gar nicht, ich hoffe dass das Wetter nicht umschmeisst. Ich verlasse dan Canyonlands NP und fahre Richtung Norden. Auf dem I70 geht es nach Westen, an Green River vorbei bis zum Hwy. 24. Jetzt biege ich noch nicht ab, ein paar Meter fahre ich noch auf dem Interstate. Obwohl ich weiß dass ich bald die Autobahn verlassen muss, verpasse ich die Ausfahrt, die mich zu meinem Trailhead gebracht hätte. Die "Ausfahrt" ist eigentlich nur ein Tor im Zaun.

 

Eine knappe Meile weiter ist ein Rastplatz, hier fahre ich raus und hoffe, dass ich von hier aus zu den Petroglyphen gelange. Leider ist dem nicht so, erst versperrt mir ein Zaun den Weg, dann hindern mich steile Wände am Abstieg in den Wash. Ich komme der Location einfach nicht näher.

 

Schließlich gebe ich auf und kehre zum Womo zurück. Ich wende und fahre zurück zur 24. Ich verlasse den Interstate und fahre nach Süden, vorbei am Goblin Valley bis Hanksville. Hier biege ich nach Süden auf die 95 ab. Mein nächstes Ziel ist eigentlich der Arsenic Arch. Ich befürchte aber schon jetzt, dass das evtl. nichts wird. Immer wieder sehe ich tiefe Wasserpfützen beidseits der Straße, hier hat es unlängst geregnet. Leider soll ich recht behalten, an der Abzweigung stehe ich vor einer matschigen, rutschigen Piste. Das Risiko ist mir mit dem schwerden Womo zu groß.

 

Ich kehre also um und fahre zurück nach Hanksville. Weiter geht es nach Osten, es beginnt zu Tröpfeln. Na toll, das hat mir gerade noch gefehlt. Sonnige Abschnitte und Regen lösen sich ab, in Torrey angekommen schüttet es. Der erste Campground den ich anfahre ist voll. Der zweite ebenfalls, hier wird mir aber ein Ausweichplatz angeboten. Ich kann mich zu den geparkten und nicht genutzten Wohnmobilen stellen. Mir macht das nichts, es regnet eh.

 

Wohnmobil auf dem Stellplatz

Samstag, 17.10.2015

 

Dicke Wolken hängen am Himmel als ich aufwache. Nach einem lustlosen Frühstück verlasse ich Torrey und fahre Richtung Boulder Mountain Pass. Mein Plan für heute sieht vor, zu den Pleasant Creek Falls zu wandern. Es regnet leise vor sich hin, mir schwant böses.

 

Kurz nach dem Pleasant Creek biege ich auf einen Forstweg ab, passiere ein paar Camper und fahre auf einem erstaunlich gut zu fahrenden Weg nach Osten. Als erstes erkunde ich die Gegend um das Lower Brown Reservoir mit seinem Campground, dann versuche ich mich am Weg zu den Falls.

 

So gut der Forstweg war, so schlecht ist der Weg zu den Falls. Viel schmaler und rutschig. Da ich weder steckenbleiben noch mir den Aufbau zerkratzen möchte, rangiere ich zurück zum Forstweg. Von hier aus wären es 3 1/2 Meilen bis zum Trailhead, nach kurzem Überlegen verzichte ich. Auf einen Hike im Regen habe ich keine große Lust.

 

Ich fahre zurück zur Hauptstraße, und kaum dass ich auf dem Teer bin beginnt es zu schütten. Und zwar so heftig, dass ich zum Teil nur noch 20 - 30 Meter weit sehe. Langsam krieche ich Richtung Boulder. Während es bergab geht, lässt der Regen nach, in Boulder hat es ganz normalen Schnürlregen.

 

Ich biege auf den Burr Trail ab, als erstes möchte ich zu einem kleinen Slotcanyon. Der ist zwar ganz nett, aber mit Sicherheit kein must see. Weiter geht es auf dem Burr Trail, etwas über 2 Meilen weiter soll es einen Arch geben. Ich parke und laufe in die Richtung. Bald stapfe ich nur noch, meine Sohlen verkleben mit Schlamm. Der Untergrund ist dermaßen weich, dass ich immer wieder Felsbrocken höre, die in Bewegung sind. Das ist mir zu gefährlich, ich breche ab.

 

Den Plan, im Muley Twist Canyon zu wandern kann ich begraben. Etwas unschlüssig stehe ich am Womo und überlege was ich tun könnte. So eine richtig gute Idee habe ich nicht, also suche ich mir erst einmal einen Platz zum Übernachten. Vielleicht wird das Wetter ja besser.

 

In meiner Karte ist ein kleiner Campground direkt neben dem Burr Trail eingezeichnet. Ich fahre zurück und biege am Deer Creek Campground ab. So richtig ist er für Womo´s nicht geeignet, die Stellplätze sind sehr klein. Ich laufe nach hinten und finde doch noch einem Platz, der ausreichend groß für mein Womo ist. Das einzige Problem ist das Wenden. Es existiert eine Sandfläche, der Boden ist aber ziemlich weich. Ich riskiere es und schaffe die Wende ohne steckenzubleiben.

 

Gleich darauf beginnt es wieder zu schütten. Ich bedauere die Zeltcamper, die jetzt in ihren kleinen Zelten oder Autos ausharren müssen. Da zeigt sich der Vorteil eines Womo´s. Am Abend hört es auf zu Regnen, kurzzeitig kommt sogar die Sonne raus. Ich nutze das sofort aus und werfe den Grill an.

 

Oberhalb des Calf Creek

Sonntag, 18.10.2015

 

Am Morgen ist es kalt und regnerisch, meine Hoffnung auf besseres Wetter hat sich nicht erfüllt. Ich verlasse den Deer Creek CG und fahre zurück nach Boulder. Dort biege ich nach Westen ab, grobe Richtung Escalante.

 

Auf diesem Weg gibt es eine Location, die ich noch einmal besuchen möchte. Bereits im letzten Jahr war ich an den Upper Calf Creek Falls, diesesmal wollte ich einen Weg finden, um die Falls von unten zu sehen.

 

Am Trailhead angekommen muss ich aber feststellen, dass das nichts wird. Auch hier hatte es geregnet, die Felsen sind alle nass und rutschig. Wer hier schon einmal war, weiß wie steil es ist. Es wäre zu gefährlich, also ziehe ich leicht angesäuert weiter Richtung Escalante. Ich fülle meine Vorräte auf und checke dann auf dem Canyons of Escalante Campground ein.

 

Was macht man, wenn man im Regen auf einem Campground festsitzt? Richtig, man kümmert sich um Sachen, die man sonst vernachlässigt. Also wasche ich Wäsche, entferne den Sand aus dem Womo und schaue nach dem Wetterbericht für die nächsten Tage. Die Aussicht ist nicht berauschend, es soll weiter unbeständig bleiben. Am Abend werfe ich den Grill an, Frustessen ist angesagt.

 

Womo auf dem Stellplatz

Montag, 19.10.2015

 

Am Morgen regnet es noch immer und ich verlasse mit ziemlich mieser Laune Escalante Richtung Westen. Außerhalb von Escalante biege ich auf die Old Escalante Road ab, in GE habe ich Fotos von Pictographs gesehen, die sich hier befinden sollen. Das Fahren macht auf der Gravel Piste keinen Spaß, das Womo schlingert auf der weichen Piste.

 

In der Nähe der angegebenen Position parke ich und mache mich auf die Suche. Obwohl ich jeden Felsblock umrunde, gelingt es mir nicht die Pictographs zu finden. Ob ich was auf den Augen habe, oder die Fotos einfach Misplaced sind kann ich nicht sagen.

 

Ich kehre zurück auf die befestigte Straße und fahre weiter Richtung Westen. Das grobe Ziel heute ist der Kodachrome Basin State Park. Ein paar Hikes habe ich hier schon gemacht, ein paar andere möchte ich noch in Angriff nehmen. Am SP angekommen gelingt mir das schier Unmögliche, ich bekomme einen Platz auf dem Campground.

 

Bei gutem Wetter hätte ich ohne Reservierung keine Chance gehabt. Also nutze ich die Gunst der Stunde und belege ganz hinten eine Platz. Nachdem der Platzregen nachgelassen hat, und sogar ein paarmal die Sonne durchkommt, mache ich mich auf die Socken. Ein bisserl Rumlaufen muss sein, der Bewegungsmangel der letzten Tage geht mir zunehmend auf die Nerven.

 

Lange hält das gute Wetter leider nicht, es biginnt wieder zu Regnen. Während ich im Womo sitze, wird es plötzlich laut, es beginnt zu grollen, und kurz darauf hagelt es. So wie es aussieht, muss das BBQ heute ausfallen.

 

Hagelkörner

Dienstag, 20.10.2015

 

Das war eine Nacht, unglaublich. Ein Gewitter nach dem anderen ist über den Campingplatz gezogen, da dieser auf drei Seiten von hohen Wänden umgeben ist, war es ganz schön laut. Zwischen den Gewittern hat man immer wieder das Poltern von herabstürzenden Felsen gehört, das war schon etwas unheimlich.

 

Am Morgen ist es bedeckt, ab und zu blinzelt die Sonne durch. Ich verlassen den Campground, aber nur um gleich wieder eine Parkplatz zu suchen. Ein bisschem möchte ich Hiken, ich nehme den Grand Parade Trail in Angriff. Hier finde ich dann tatsächlich Hagelreste der letzten Nacht. Der Trail ist ganz nett, kann dem Panorama Trail aber nicht das Wasser reichen.

 

Danach verlasse ich den Kodachrome Bssin SP und fahre Richtung Bryce Canyon NP. Ich biege allerdings nicht ab, diesmal ist kein Besuch geplant. Weiter geht es nach Süden, das Wetter wird wieder unbeständig. Etwas nördlich von Kanab wollte ich eigentlich ein paar kleine Slot Canyons aufsuchen, bei anhaltendem Regen habe ich aber keine Lust.

 

Also fahre ich nach Kanab und checke auf dem Hitch-N-Post RV Park ein. Ich bummle ein bisschen durch die Stadt, kaufe ein paar Jeans und verbringe den Rest des Tages vor dem Womo.

 

Dicke Wolken im Zion NP

Mittwoch, 21.10.2015

 

Auch heute ist der Himmel mit dicken Wolken bedeckt. Ich verlasse Kanab nach Norden und biege bei der White Mountain Trading Post Richtung Zion NP ab. Ich versuche, so früh wie mögich im Zion anzukommen, sonst habe ich keine Chance einen Platz auf dem Campground zu bekommen.

 

Diesmal habe ich Glück und bekomme einen Platz auf dem South Campground. Da eine Reihe von Hikes geplant sind, checke ich gleich für zwei Nächte ein. Es ist immer noch bewölkt, zumindest regnet es nicht. Also packe ich meinen Rucksack, laufe zum Visitor Center und hole erst einmal die Permits für den morgigen Tag ab. Dann steige ich in einen Shuttle Bus. Mit diesem fahre ich ganz nach hinten in den Park und verlasse ihn am Temple of Sinawava.

 

Ich folge dem Gateway of the Narrows Trail, und promt fängt es wieder an zu regnen. Während ich unter einem Baum stehe und auf das Ende des Regengusses warte, fluche ich leise vor mich hin. Dann gehe ich bis zum Ende des befestigten Weges, und nachdem ich eh schon patschnass bin ziehe ich die Schuhe aus und steige in den Virgin River.

 

Weit komme ich nicht, durch den Regen der letzten Tage ist der Wasserstand recht hoch, außerdem ist es S..kalt. Ich drehe um und fahre zum Campground zurück. Am Abend kommen Dani und Mario vorbei und wir besprechen noch einmal den für morgen geplanten Hike.

 

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